Ölheizung bei Hochwasser

Öltanks in Hochwassergebieten stellen eine besondere Gefährdung für Ihr Haus und für die Umwelt dar. Bei Hochwasser können Öltanks aufschwimmen und den Kellerraum beschädigen, auslaufendes Öl an Undichtigkeiten belastet die Umwelt und kann Bauwerksschäden verursachen, die nicht sanierbar sind.

Daher müssen Tanks im Keller möglichen Wassereinbrüchen durch Grund- oder Hochwasser widerstehen können. Der Tank muss daher im Boden oder an den Seitenwänden des Kellerraums verankert werden.  Fachleute sollten Anschlüsse, Deckel und Füllstandsanzeiger mit entsprechenden Dichtungen sichern. Entlüftungsleitungen können so weit verlängert werden, dass ihr offenes Ende oberhalb des höchsten möglichen Wasserspiegels liegt.

Ist der Tank leer oder kaum gefüllt, muss er besonders gegen Auftrieb gesichert sein. Auf einen völlig überfluteten Tank wirken je 1 000 Liter Fassungsvermögen Auftriebskräfte von etwa einer Tonne. Tanks in hochwassergefährdeten Regionen sind deshalb so zu installieren, dass sie mindestens die 1,3-fache Sicherheit gegen Aufschwimmen des leeren Tanks bei völliger Überflutung bieten.

Ist Heizöl ausgetreten und in den Untergrund, in die Kanalisation oder in ein oberirdisches Gewässer gelangt, muss die Feuerwehr oder die zuständige Behörde (i.d.R. die untere Wasserbehörde) verständigt werden. Ist auf der Wasseroberfläche Öl erkennbar, sollte das Wasser von der Feuerwehr oder einem entsprechenden Fachbetrieb über einen Ölabscheider abgepumpt werden.

Nach dem Hochwasser sind Heizöltank und Ölleitungen auf mögliche Beschädigungen zu untersuchen. Stand die Heizung komplett unter Wasser, müssen der Kessel und insbesondere die elektrischen Bauteile des Brenners sowie die Kesselregelung von einem Heizungsfachbetrieb überprüft und gegebenenfalls ersetzt werden.

Um zukünftig hochwasserbedingte Schäden an Heizöltankanlagen zu vermeiden, sollte im Rahmen der Sanierung ein hochwassersicheres Tanksystem installiert werden. Besser noch: Prüfen Sie die Alternativen, z.B. die Versorgung mit Erdgas.

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Kontakt:

Martin Zerfaß
Telefon: 06752-135-144
Email: martin.zerfass@kirner-land.de