Harald-Flick-Ehrenpreis

Leben und Wirken von Harald Flick

Harald Flick, der am 8. Dezember 1997 im Alter von 91 Jahren in seiner Wahlheimat Gran Canaria starb, war der Sohn von Maximilian Flick. Der wiederum war Sohn des Bergeners Ferdinand Ludwig Flick, der 1874 die heute noch bestehende Apotheke am August-Bebel-Platz übernahm.

Harald Flick besuchte in Kirn die Schule, wanderte 1930 jedoch auf die Kanarischen Inseln aus, wo er im Im- und Exportgeschäft tätig war. Dazu war er Mitarbeiter des Deutschen Konsulates in Las Palmas. Harald Flick musste die Insel nie aus politischen Gründen verlassen. Im Dezember 1936 flog er zu seiner Hochzeit mit Anni Schudel nach Hamburg. Während des 2. Weltkrieges war er auf Gran Canaria dienstverpflichtet und wurde im August 1946 von den Alliierten, zusammen mit vielen Deutschen, die auf der Insel lebten, ausgewiesen. Er verbrachte dann vier Monate im Internierungslager 74 in Ludwigsburg (Württemberg) und konnte erst eineinhalb Jahre später wieder zu seiner Familie in Las Palmas zurückkehren. Er fungierte von 1952 bis 1975 als Deutscher Honorarkonsul auf Gran Canaria. 

Harald Flick blieb seiner Heimatstadt stets eng verbunden. Seine runden Geburtstage, zu denen er stets alle Verwandten und Freunden aus der alten Heimat einlud, pflegte er in der Stadt Kirn zu feiern. Und auch darüber hinaus war er in Kirn ein häufiger, und dabei stets aufs Neue herzlich willkommener Gast. 

Auf Gran Canaria haben sich Harald Flick und seine Söhne insbesondere im Handel erfolgreich gezeigt. Die „Grupo Flick“ ist in vielen Bereichen tätig, z. B. Autohandel, Industriebeteiligungen, Lebensmittel, Im- und Exporte sowie Tourismus und Dienstleistungen. 

Der Harald-Flick-Ehrenpreis der Stadt Kirn

Seit dem Jahr 2006 wird jährlich im Herbst eine Person, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich im sozialen und kulturellen Bereich Verdienste erworben hat, mit dem „Harald-Flick-Ehrenpreis der Stadt Kirn“ geehrt. Vorschlagsberechtigt für diese Ehrung sind die Fraktionen des Stadtrates. Die Entscheidung über die Verleihung der Harald-Flick-Medaille trifft ein Kuratorium, dem unter Vorsitz des Bürgermeisters ein Vertreter der Familie Flick sowie je ein Mitglied der Stadtratsfraktionen angehören.

Harald Flick richtete im Jahr 1957 die nach seinem Vater benannte  Maximilian-Flick-Stiftung ein, die er in den folgenden Jahren bis zu seinem Tod regelmäßig finanziell unterstützte. Die Stiftung soll es dem jeweiligen Kirner Bürgermeister ermöglichen, Bürgern der Stadt in Notfällen auf unbürokratische Weise zu helfen. Ferner dient die Stiftung dem Zweck, kulturelle Belange der Stadt zu fördern.

Auf der von Karlheinz Brust gestalteten Medaille sind die Umrisse des Landes Rheinland-Pfalz sowie der Insel Gran Canaria ineinander übergehend hervorgehoben. In den Umrissen von Rheinland-Pfalz sind ein Apothekerzeichen - Harald Flick entstammte einer Kirner Apothekerfamilie - und die Kyrburg plastisch hervorgehoben. Die rechts und links hiervon vereinfacht dargestellten Menschen stehen für das soziale und kulturelle Geschehen in der Stadt Kirn. Im Außenbereich der Grundplatte sind steile Felslinien angedeutet, die Bezug zur Stadt nehmen. Ferner ist das Stadtwappen erhaben dargestellt.

Für die Darstellung Gran Canarias - seit 1930 Wohnsitz von Harald Flick - wählte der Künstler landestypische bizarre Felsmassive, hügelige Sandverwehungen und die fruchtbare Ebene. Die gebenden Hände symbolisieren den Stiftungsgedanken. Die Wellenlinien im Außenbereich dienen als Darstellung des Meeres.

Preisträger des Harald-Flick-Ehrenpreises

Preisträger 2016

Als Preisträger im Jahre 2016 wurde der Verein „Kirner Tafel e. V.“ in Würdigung seines ehrenamtlichen Verdienstes im sozialen Bereich geehrt.

Die Kirner Tafel wurde am 10. Oktober 2006 unter der Trägerschaft des DRK Ortsvereines Kirn-Stadt und Land im evangelischen Gemeindezentrum gegründet. Am 19. Januar 2007 öffneten sich dann zum ersten Mal die Tore der Ausgabestelle in der Kirner Langgasse für bedürftige Familien aus der Stadt Kirn und der Verbandsgemeine Kirn-Land. Am 20. März 2008 erweiterte die Kirner Tafel mit der Eröffnung einer Ausgabestelle in Bad Sobernheim ihren Zuständigkeitsbereich. Am 06. Mai 2008 wurde dann der Verein „Kirner Tafel e. V.“ gegründet, der am 01. August 2008 die Trägerschaft übernahm.

Ziel der Tafeln ist es, alle qualitativ einwandfreien Nahrungsmittel, die im Wirtschaftsprozess nicht mehr verwendet werden können, an Bedürftige zu verteilen.

Die Zahl der von der Kirner Tafel versorgten Menschen stieg von anfangs 165 auf 1079 Hilfsbedürftige im Jahre 2016.

Diese enorme Leistung kann nur dank des engagierten Einsatzes der ehrenamtlichen Helfer unter Leitung der Vorsitzenden Ellen Kriegel erbracht werden.

Monika Trump

Preisträgerin 2015

Im Jahr 2015 verlieh die Stadt Kirn zum 10. Mal den Harald-Flick-Ehrenpreis.

Monika Trump erhielt den Preis für ihr ehrenamtliches Engagement in der Ev. Kirchengemeinde Kirn und insbesondere für ihren Einsatz in der Frauenhilfe. Sie ist eine lebensfrohe Persönlichkeit, die soziales Engagement lebt, Nächstenliebe praktiziert und zu den christlichen Werten steht.

Mitte der 80er Jahre wirkte Monika Trump am Kirner Kindergottesdienst mit. Von 1992 bis 2008 war sie Mitglied des Presbyteriums und Teil der Ausschüsse für Theologie & Gottesdienst sowie für die Ev. Kindertagesstätte.

Zwischen 2008 und 2015 stand sie der Frauenhilfe als Vorsitzende vor. Aus dieser Stellung heraus organisierte sie Treffen im Ev. Gemeindezentrum, nahm an Geburtstags- und Trauerfeiern teil und besuchte Mitglieder im Altenheim Haus Bergfrieden. Das Arbeitsfeld ist vielfältig: Anteil am Anderen nehmen, Zuhören, Ermutigen, Trösten, Freuden teilen, praktische Dienstleistungen übernehmen und vieles mehr. Diese Aufgabenpalette kann kein Sozialamt, kein Jobcenter, kein staatlich bezahlter Dienstleister und kein hauptamtlich bezahlter Kirchenmitarbeiter übernehmen. Dazu braucht es Frauen und Männer, die aus innerer Überzeugung bereit sind, ihre Zeit und ihre Arbeitskraft ehrenamtlich, ohne Gegenleistung, einzubringen. So wie Monika Trump. Zudem war sie Ideengeberin für den Seniorennachmittag der Stadt Kirn, in Zusammenarbeit mit der AWO und katholischen Kirchengemeinde.

Willi Lieser
Willi Lieser

Preisträger 2014

Willi Lieser erhielt den Ehrenpreis in Würdigung seiner ehrenamtlichen Verdienste im sportlichen Bereich.

Seit 1989 führt Lieser Kirns mitgliederstärksten Verein, die Turn- und Sportgemeinde Kirn 1862.

Bereits als Jugendlicher war Willi Lieser als Leichtathlet im TuS Kirn aktiv. Bedingt durch die Abwesenheit während seines Wehrdienstes verließ er den Verein wieder. 1971 trat er dann erneut in den Verein ein und blieb ihm bis heute treu. Seine Leidenschaft war das Volleyballspielen. Und endlich im Jahre 1978 wurde auch bei der TuS eine Volleyball-Abteilung gegründet. Lieser war zunächst aktiver Spieler der Mannschaft, danach Trainer und Abteilungsleiter.

1984 übernahm er als Jugendleiter seine erste Aufgabe im Vorstand des Vereins. 1988 wurde er zum 2. Vorsitzenden gewählt. Ein Jahr später wurde er zum kommissarischen 1. Vorsitzenden ernannt und wiederum ein Jahr später erfolgte dann die Bestätigung durch die Mitglieder. Willi Lieser wurde zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Willi Lieser hat sich über Jahrzehnte uneigennützig zum Wohle des Vereins und seiner Mitglieder eingesetzt. Immer wieder musste er sich neuen Herausforderungen stellen, um die Turn- und Sportgemeinde Kirn 1862 zu dem zu machen, was sie heute ist: ein Aushängeschild für die Stadt Kirn.

Preisträger 2013


Der Verein der Förderer des Kirner Krankenhauses e.V. wurde im Jahr 2013 für sein jahrzehntelanges Engagement für das Wohl des Krankenhauses, der Patienten und der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geehrt.

Ausgehend von den Festsetzungen des 1. Rheinland-Pfälzischen Krankenhauszielplanes und der darin vorgesehenen Reduzierung des Kirner Krankenhauses auf ein Haus der Geriatrie, bildete sich 1977 die Bürgerinitiative „Rettet das Kirner Krankenhaus“. Binnen weniger Tage hatten 10.000 Menschen aus der Stadt und der Verbandsgemeinde Kirn-Land ihre Solidarität

mit ihrer Unterschrift bekundet.

Dem ersten Aufschrei folgte in einer Bürgerversammlung die Organisation des Widerstandes der Bevölkerung, die sich in dem oben genannten Ziel manifestierte. Und sie waren erfolgreich: Mitte der 80er Jahre kamen aus Mainz die ersten Signale, dass das Kirner Krankenhaus als Akuthaus auch künftig Bestand habe.

Die Mitglieder des inzwischen gegründeten Vereins wollten auch zukünftig dem Krankenhaus zur Seite stehen. Auch als das Haus 1991 von der Stadt auf die Kreuznacher Diakonie überging, war diese Zielsetzung nie in Frage gestellt und das Engagement ungebrochen. Die Kreuznacher Diakonie honorierte dies mit einem Sitz im Beirat des Krankenhauses.

So waren die ersten Jahre des Vereins durch den Kampf um den Erhalt des Krankenhauses geprägt, während es heute mehr um die Kontinuität der unterstützenden Hilfe für Patienten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Ärzteschaft geht.

Beispielhaft seien hier einige Leistungen des Vereins der vergangenen Jahre erwähnt:

  • Beschaffung von speziellen Geräten und Ausstattungsgegenständen zum Nutzen und Komfort der Patienten
  • Finanzierung von Fernsehgeräten und sonstigen Kommunikationsgeräten in den Patientenzimmern und Aufenthaltsräumen
  • Ausgestaltung der Patientenzimmer mit ausgewählten Kunstwerken und Förderung kultureller Veranstaltungen
  • Besuche aller Patienten vor Weihnachten und Ostern mit einer kleinen Aufmerksamkeit

Den Harald-Flick-Ehrenpreis nahm der Vorstand des Vereins, bestehend aus (von rechts nach links) Hans Gutschmidt (Vorsitzender), Ingrid Wirzius, Karl-Heinz Glitsch, Helmut Peitz, Anita Renkel, Horst Hügel und Hans-Hermann Fuchs, in Empfang.

Preisträger 2012

Karlheinz Brust, 1930 geboren, die Kriegsjahre als Jugendlicher erlebt, hat in seinen mehr als 8 Lebensjahrzehnten viele Höhepunkte, aber auch Tiefen und Rückschläge, erlebt. Er musste nicht nur im beruflichen, sondern auch vor allem im privaten Bereich, Schicksalsschläge verkraften. Die Kunst half ihm, so manches Tief zu überwinden. Wer ihn als Freund besser und seine Arbeiten näher kennt, der kann seine Stimmungsphasen erkennen und nachvollziehen.

Als 16jähriger war Karlheinz Brust bereits 1946 Gründungsmitglied des evangelischen Kirchenchores in Kirn-Sulzbach und 1953, mit 23 Jahren, engagierte er sich als Mitglied des Ortsgemeinderates der damals selbständigen Gemeinde Kirn-Sulzbach. Auch im Männergesangverein „Frohsinn“ war er engagiert. Dies zeigt eine weitere Facette seines Engagements in Vereinen und Organisationen. 1964 bis 1969 weist die Liste seiner ehrenamtlichen Tätigkeiten den Vorsitz im Verschönerungs- und Heimatverein aus. Ziel war es, das Ortsbild von Kirn-Sulzbach zu optimieren. Seine innere religiöse Einstellung dokumentiert die Tätigkeit als Kirchmeister im Presbyterium. Dieses Amt füllte er über 20 Jahre aus. Auch die Mitgliedschaft im Synodalvorstand des Kirchenkreises Birkenfeld, als Aufbauhelfer der Aktion „Aktion 72“ für drogengefährdete Jugendliche in Idar-Oberstein, die Projektgestaltungen bei Amnesty International sowie die 30jährige Tätigkeit im Bereich der Weiterbildung, ob als Vorsitzender oder Dozent der Kirner Volkshochschule, zeigen und verdeutlichen, dass Karlheinz Brust das Ehrenamt engagiert ausfüllte, dass es Teil seines Lebens war und ist, und dass er mit jeder Faser seines Herzens ehrenamtlich tätig ist.

Anpackend, engagiert, mit abgeklärter Weisheit versehen, immer einen guten Rat gebend, ist er auch heute noch antreibend unterwegs. Besondere Verdienste hat sich Karlheinz Brust im Bereich der Kunst erworben. Was er im Laufe der Jahrzehnte geschaffen, initiiert und kreativ beratend begleitet hat, ist eine außergewöhnliche Leistung, die man gerne als einzigartig qualifizieren kann und muss. Seiner Stadt hat Karlheinz Brust unendlich und unermüdlich gedient, das kulturelle Ansehen gesteigert und zwar bis zum heutigen Tag.

Wir empfehlen, unsere Seiten Kunst und Kultur aufzurufen.

Preisträger 2011

Claus Offermann, Jahrgang 1939, absolvierte seine schulische Ausbildung in Kirn und Bingen. Nach einer Lehre bei den Kirner Hartsteinwerken war er dort bis zu seiner Pensionierung tätig.

Sein ehrenamtliches Engagement war sehr vielfältig. Besonders hervorzuheben sind seine Aktivitäten im Bereich der kirchlichen und sozialen Arbeit, in der Jugendarbeit der katholischen Kirchengemeinde, der Kolpingfamilie, den Elternbeiräten verschiedener Schulen sowie im Pfarrgemeinderat, dessen Vorsitzender er von 1977 bis 1993 war.

Besonders engagiert war er auch im Vorstand der Ökumenischen Sozialstation Kirn, deren Aufbau er aktiv begleitet hat.

Auch in der Kommunalpolitik unserer Stadt brachte sich Herr Offermann ein. Seit 1957 Mitglied der CDU, arbeitete er 44 Jahre in verschiedenen Ausschüssen, im Rat und als Beigeordneter aktiv an der Gestaltung unserer Stadt mit.

Preisträger 2010

Seit dem Jahr 1956 ist Herr Dietz dem VfR 07 Kirn e. V. treu. Er war von 1956 bis 1959 Vertragsamateur beim VfR 07 Kirn e. V. in der 2. Liga Südwest, obwohl er auch vom 1. FC Kaiserslautern umworben wurde.

In den Jahren 1959 bis 1968 war Herr Horst Dietz Amateurspieler des VfR 07 Kirn e. V. bei der Teilnahme an den Deutschen Amateurmeisterschaften.

Viele Jahre lang leitete Herr Dietz zusammen mit seiner Frau und unter Mithilfe eines großen Freundes- und Bekanntenkreises ehrenamtlich den Gaststättenbetrieb des Vereins.

Ab 1996 war Herr Dietz Vorstandsmitglied des VfR 07 Kirn e. V. und zusammen mit Herrn Stefan Staudt für die Finanzen zuständig. Der Verein stand zu diesem Zeitpunkt mit einer hohen Schuldensumme unmittelbar vor dem Konkurs.

Zusammen mit zwei Vorstandsmitgliedern ging Herr Dietz daran, den Schuldenberg zu sichten. Daraufhin wurde von den bereits genannten Mitstreitern und Herrn Dietz eine persönliche Bürgschaft für den Verein übernommen. Nur so konnte der unmittelbare Konkurs abgewendet werden. Es wurden mit Gläubigern Verhandlungen geführt, um den jeweiligen Schuldenberg abzubauen.

Außerdem war es möglich, die völlig am Boden liegende Jugendabteilung zu reaktivieren und bis heute auszubauen.

Im Jahr 2010 gelang es, unter Mithilfe aller (Herr Dietz war von 2003 bis Juni 2010 Vorsitzender des VfR 07 Kirn e. V.), den Verein weitestgehend schuldenfrei zu machen. Dieses Verdienst ist um so höher zu bewerten, wenn man die Beispiele anderer Vereine betrachtet.
Es ist sehr schwer, einen Amateursportverein lebensfähig zu erhalten. Von daher ist es ein besonderes Anliegen von Herrn Dietz, dass auch in Zukunft möglichst viele Vereinsmitglieder ehrenamtlich tätig sind und somit den Verein mit Leben füllen.

Am 07.11.1969 fand in Kirn die erste Jungscharstunde für Jungen im ehemaligen Evangelischen Gemeindehaus, heute das Gesellschaftshaus, statt. Damit verbunden war die Gründung des CVJM Kirn, zunächst als Vorlandgruppe, später wurde der CVJM in einen Verein umgewandelt. Seit dieser Zeit ist Herr Domnick Vorsitzender des CVJM Kirn.

Im Jahr 1970 veranstaltete der CVJM sein erstes Sommerlager für Jungen in der Lüneburger Heide. Herr Domnick leitete diese jährlichen Sommerlager bis 1997.

Von 1970 bis heute schult Herr Peter Domnick die Mitarbeiter des CVJM.

Seit 1970/1971 ist Herr Domnick Kassenwart des CVJM Kreisverbandes Nahe-Mosel-Hunsrück.

Im Jahr 1971/1972 wurde Peter Domnick zum Bundesvertreter des Kreisverbandes in der Bundesvertretung des CVJM Westbundes gewählt, später arbeitete er dort im Finanzausschuss mit.

1978 änderte sich der Name des Vereins in „Christlicher Verein Junger Menschen“.

Im Jahr 1980 beteiligte sich der Verein an einem Aufbaucamp in Sierra Leone.

Durch die guten Kontakte von Peter Domnick besuchte die Fußballnationalmannschaft von Sierra Leone im Jahr 1983 Kirn und spielte hier gegen eine Nahe-Auswahl.

Seit ca. 1986 besteht eine Partnerschaft zum YMCA Kulanda Town in Bo
(Sierra Leone). Danach gab es gegenseitige Besuche, die jedoch durch den Bürgerkrieg in Sierra Leone unterbrochen wurden. Der CVJM unterstützt den Partnerverein bis heute.

Weiterhin ist Herr Domnick seit 1980 Mitglied des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Kirn.

Seit 1988 ist er Kirchmeister der Evangelischen Kirchengemeinde und seit dem Jahr 2003 Vorsitzender der Seniorenstiftung der Evangelischen Kirchengemeinde Kirn.

Preisträger 2009

Helmut Nachtigall wurde 2009 für sein langjähriges Engagement in der Kolpingfamilie Kirn ausgezeichnet. 1951 war er eines der Gründungsmitglieder der Kolpingfamilie Kirn und war 35 Jahre im Vorstand der Kolpingfamilie vertreten. 1997 wurde Helmut Nachtigall zum Ehrenmitglied ernannt. Seit 1953 beteiligte er sich bei der Fastnacht der Kolpingfamilie und half auch hinter der Bühne gerne mit. 

1989 gründete er zusammen mit einem Freund die "Historischen Handwerker", Hennweiler. Den Erlös ihrer Arbeiten spenden sie unter anderem an die Kinderkrebsstation Mainz und den Förderverein Lützelsoon.

Von 1953 bis 1996 war Helmut Nachtigall innerhalb der katholischen Kirchengemeinde für die organisatorische Gestaltung der Fronleichnamsfeier (Blumenschmuck) zuständig. Er half auch im Vorstand der Rheuma-Liga und bei der Wasserwehr mit.

Bereits 1997 hat Helmut Nachtigall die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz für seine ehrenamtliche Tätigkeit erhalten. 

Preisträger 2008

Die "Grünen Damen" der Ökumenischen Krankenhaushilfe (ÖKH) wurden im Jahr 2008 für ihr beispielhaftes, ehrenamtliches Engagement  in der stationären Krankenhauspflege ausgezeichnet. 

1991 nahmen elf Frauen und ein Mann ihren Stationsdienst im Diakonie Krankenhaus kreuznacher diakonie Standort Kirn auf. Ihre Dienste sind freiwillig und unentgeltlich. Ihr Aufgabenbereich ist sehr vielfältig. Es werden Botengänge angeboten, aber vor allem die Seelsorge spielt eine wichtige Rolle. Zuhören, ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der kranken Menschen haben und Trost spenden sind wichtige Bestandteile ihrer Arbeit. Getreu ihrem Motto: "Wir nehmen uns Zeit, wir setzen uns ein", haben sie sich somit als unverzichtbarer Partner in der Krankenhauspflege etabliert und sind bei den Patienten gern gesehene Gäste. 

Mit dem Harald-Flick-Ehrenpreis wurden ausgezeichnet: Neda Altmaier, Almuth Andres, Hildegard Fritzsche, Heidi Groß, Adele Furch, Gerlinde Hammen, Isolde Kreitzer, Ruth Krönert, Ruth Martin, Gerlinde Ritter, Marianne Schmelzer, Ursel Venterink, Edith Winkens, Susanne Zirbes.

Preisträger 2007

Wolfgang Bender wurde für sein mehr als 45-jähriges Engagement als ehrenamtlicher Trainer der Leichtathletikabteilung der Turn- und Sportgemeinde 1862 Kirn ausgezeichnet. Er hat in all den Jahren nicht nur viele Talente zu Spitzenleistungen angetrieben, sondern auch vielen Jugendlichen den Weg zur sportlichen Betätigung gezeigt und ihnen damit eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung gegeben. Bei vielen Sportveranstaltungen im ganzen Bundesgebiet betreut er die jungen Athleten der TuS Kirn. Zudem ist er im Trainerstab des Leichtathletikverbandes Rheinland aktiv. 

Als Lehrer an der Kirner Hauptschule gelang es ihm, viele seiner Schüler über den Schulsport hinaus für sportliche Aktivitäten zu begeistern. Wolfgang Bender hatte und hat einen großen Anteil daran, dass die Stadt Kirn als Zentrum des Sports in ganz Rheinland-Pfalz und darüber hinaus bekannt ist. 

Paul Löhr wurde im Jahr 2007 für sein langjähriges Engagement in der christlichen Jugend- und Erwachsenenbildung ausgezeichnet. Seit 1940 war er intensiv in der katholischen Jugendarbeit tätig. So ist er Mitbegründer der Kirner Kolpingfamilie, der er aktiv bis Mitte der 80er Jahre verbunden war. In den Jahren 1963 bis 1972 organisierte er internationale Jugendbegegnungen mit rund 700 Teilnehmern für das deutsch-französische Jugendwerk. In der katholischen Erwachsenenbildung engagierte sich Paul Löhr mehr als 30 Jahre. Von 1973 bis 1988 war er Vorsitzender der katholischen Arbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung im Bistum Trier.  

Bleibende Verdienste hat Löhr sich ferner als ehrenamtlicher Richter am Landessozialgericht, bei der Einrichtung der ökumenischen Sozialstation und im Kuratorium des Altenheims der Dominikanerinnen erworben.

Kurt Groß bekam, genau wie Paul Löhr, 2007 die Harald-Flick-Medaille für sein Lebenswerk. Er wurde für sein gewerkschaftliches und soziales Engagement geehrt.  

Von 1938 bis 1961 war Kurt Groß als Lederfacharbeiter Mitglied der Gewerkschaft Leder. Mit seinem Wechsel zur Deutschen Bundespost trat er der Postgewerkschaft bei. Auch nach seiner Pensionierung fühlte Groß sich immer noch eng mit seinem früheren Arbeitgeber verbunden, so dass er die Funktion des Sprechers der ehemaligen Mitarbeiter übernahm.  

Als stadtbekannter Briefträger war Kurt Groß ein "Anwalt der Bürger". Kaum hatte er am frühen Nachmittag alle Briefe ausgetragen, war er schon wieder in der Stadt unterwegs, um für ältere Menschen bei Behörden vorzusprechen, Medikamente zu besorgen oder Arztbesuche zu organisieren. Stets hatte er dabei ein offenes Ohr für die Sorgen, Nöte und Anregungen der Kirner Bürger. Kurt Groß verstarb nur wenige Tage nach seiner Ehrung im November 2007.

Preisträger 2006

Als erster Kirner Bürger wurde Ronald Kettern 2006 mit der Harald-Flick-Medaille ausgezeichnet. Sein Engagement im Kirner Vereinsleben ist unbestritten beispiellos. 

In Kirn geboren und aufgewachsen, trat Kettern nach seinem Umzug in den Ortsteil Kirn-Sulzbach dem Verschönerungs- und Heimatverein bei und übernahm dort 20 Jahr lang den Vorsitz. In dieser Zeit wurde u. a. der Freizeitplatz Kirn-Sulzbach neu angelegt, der sich heute zu einem zentralen Platz für das gesellschaftliche Leben der gesamten Stadt entwickelt hat. Unter seiner Stabsführung standen viele Jahr lang die Kirn-Sulzbacher Brunnenfeste, deren Erlöse allein in Maßnahmen zur Verschönerung des Ortsbildes fließen.

Von 1975 bis 1997 war der aktive Karnevalist Sitzungspräsident des Karnevalsvereins "Rappelköpp". Begleitet wurde Kettern dabei stets von seiner Ziehharmonika, mit der er auch bei Feiern und Festen anderer Vereine stets ein gern gesehener Unterhalter war. 

Sein öffentliches Bemühen für das Gemeinwohl unterstrich er durch die ehrenamtliche Richtertätigkeit am Verwaltungsgericht Koblenz und seine Arbeit im Gutachterausschuss des Katasteramtes Bad Kreuznach.

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