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Kirn-Sulzbach

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Wappen von Sulzbach
Kirche in Kirn-Sulzbach

Zwischen Kirn und Fischbach, am linken Ufer der Nahe, liegt Kirn-Sulzbach, das 1325 als "Solzbach" erstmals urkundlich erwähnt wird.

Die Vorsilbe "Sulz" weist auf die Mineralquellen des Ortes hin, die schon zur Römerzeit salzhaltiges Wasser aus dem Boden quellen ließen. Die Sulzbacher Quellen, die auch das Wahrzeichen des Ortes sind, erlangten jedoch erst 1929 ihre Bedeutung, als die Gemeinde die Quellen fassen ließ und zur Vermarktung verpachtete. Die Endung "bach" verdeutlicht die Lage an der Nahe. Wegen seiner Nähe zu Kirn und der Zugehörigkeit zum Amt Kyrburg gab man dem Ort den Namen Kirnsulzbach.

Sulzbach gehörte ursprünglich den Raugrafen und war in früheren Jahren mit der Naumburg in Bärenbach verbunden. In den Urkunden der Wildgrafschaft wird Sulzbach ab 1368 erwähnt und verbleibt bis zur Franzosenzeit beim Amt Kyrburg. Das durch die Franzosen eroberte Gebiet wurde 1798 durch diese in vier Departements aufgeteilt. Hierbei wurde Sulzbach von Kirn abgetrennt und kam zur "Mairie" Fischbach, welche wiederum zu Birkenfeld gehörte.

Im Jahr 1815 kam das Gebiet nördlich der Nahe zu Preußen, wurde aber bereits 1817 teilweise dem Großherzog von Oldenburg unterstellt.
Am 1. Oktober 1937 kam Sulzbach, das 120 Jahre zu Oldenburg gehörte, zum Amt Weierbach.

Im Zuge der Verwaltungsreform von Rheinland-Pfalz beschloss der Gemeinderat, die Gemeinde Kirnsulzbach aufzulösen und das Gebiet in die Stadt Kirn einzugliedern. In dem mit der Stadt abgeschlossenen Vertrag wurde unter anderem festgelegt, dass die Gemeinde Kirnsulzbach mit der Eingliederung in die Stadt als Stadtteil die Bezeichnung "Sulzbach "führt.

Die feierliche Eingemeindung fand am 7. Juli 1969 unter großer Teilnahme der Bevölkerung statt.

Die wirtschaftlichen Verhältnisse Sulzbachs waren bis ins 20 Jahrhundert geprägt von bäuerlichen Kleinbetrieben, durchsetzt mit einer beachtlichen Zahl von Handwerkern und Gewerbetreibenden, die meist mit der Landwirtschaft verbunden waren.

Mit dem Bau der Rhein-Nahe-Eisenbahn in den Jahren 1850-1860 erfuhr der Ort einen starken Bevölkerungszuwachs, so dass die Landwirtschaft die vielen Menschen nicht mehr ernähren konnte. Somit änderte sich mit der Industrialisierung die soziale Struktur des Ortes.

Bis in die heutige Zeit hat eine stattliche Zahl von Neu- und Umbauten das Dorfbild wesentlich vergrößert und verschönert. Vor den Toren des Ortes hat sich Industrie angesiedelt, die Mindestversorgung der Bevölkerung ist durch vorhandene Dienstleistungsbetriebe weitgehend gesichert.