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Burgruine Stein-Kallenfels

Der Stadtteil Kallenfels liegt verschwiegen an den mächtigen Burgfelsen der imposanten Burgruine Steinkallenfels im Hahnenbachtal, die einst die drei Burgen Stock im Hane, Kallenfels und Stein umfasste. Die Burg baute sich auf drei sehr steilen und eindrucksvollen Felsen auf. Auf dem untersten Felsen neben der am Hahnenbach vorbeiführenden Straße befindet sich der "Stock im Hane" mit den noch geringen Resten eines rechteckigen Wachturms. Auf dem zweiten Fels thronte einst die Burg Kallenfels. Nach Nordwesten sind einige halbrunde Mauerreste und ein Rundturm im Tal zu entdecken. Dort lagen ehemals Burghäuser, die von einer Zwingmauer umschlossen waren. Die umfangreichste Anlage stand auf dem dritten Fels: Burg Stein. Von dem angrenzenden Höhenzug ist sie durch einen breiten Halsgraben getrennt, in dem ein runder Torturm steht. Eine starke Schildmauer schützte die Nordwestseite. Hinter dieser steht erhöht auf Felsen der mit einer Spitze vorstoßende fünfeckige Bergfried mit anschließenden Mauerzügen. Den Südwesten deckten eine große Zwingermauer mit rundem Wehrturm und einige halbrunde und vieleckige Bastionen. Die gesamte Ausdehnung der Burg betrug etwa 300m in der Längsrichtung von Südost nach Nordwest. Die Burg präsentiert ein aus einer Zollstätte hervorgegangenes Reichsleben. Die Haupteinnahme bildete der Zoll des Marktes zu Kirn.

Nach der Burg Steinkallenfels nannten sich die Herren vom Stein(-Kallenfels), die in der Mitte des 12.Jh. das erste Mal genannt wurden. Durch Einheirat und Ankauf gewann aber im Laufe der Zeit der größte Teil des mittel-rheinischen Adels auch Anteil an der Burg, die schließlich um 1682 von Franzosen gesprengt wurde. Seit 1969 ist die Ortschaft Kallenfels ein Stadtteil von Kirn. 
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